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Bernd - Bass | Tom - Vocals | Rudi - Guitar | Daniel - Drums
 

Arschbombe, Kopfsprung oder Bauchklatscher, Hauptsache mit Haut und Haaren rein da: Das fünfte GFF-Album Ice On Fire sprudelt bis über den Rand vor Punk und Rock und Spielwitz wie ein auf Siedetemperatur hochgejazzter Jacuzzi. Wer hier zögert, wird ge-schubst! Mit dem Quasi-Titelsong Set Ice On Fire werfen GFF die Tür zur heiß-kalten „Komfort? Ohne uns!“-Zone weit auf und schwingen sich mit magnetischen Melodien und einem Singalong, den Bad Religion blind adoptieren könnten, auf internationales Niveau hoch. Dort oben halten sich die Regensburger gekonnt, denn diese Band mag alles sein zwischen Pop, Punk und Rock – nur keine Eintagsfliege. Das folgende Broken Man er-innert mit seinen glühenden Hooklines an die frühen Sternstunden der Donots. Der Song beißt sich auf Anhieb mit einem griffigen Riff fest und lässt sich keinen Fußbreit von seinem Weg zu einem fantastischen Refrain abdrängen. Dort angekommen, explodiert Broken Man schneller, als jemand „Feuer!“ rufen kann und lodert zwischen den Ohren weiter, auch wenn der letzte Akkord längst verklungen ist. GFF wissen nach 15 Bandjahren allzu gut, wo ihre Stärken liegen – und spielen sie auf ihrem fünften Studioalbum schonungslos aus.

Warum sollte sich eine gestandene Band, die längst herausgefunden hat, was sie am meisten liebt und am besten kann, das Rad neu erfinden? GFF geben mit Ice On Fire die unmissverständliche Antwort: überhaupt nicht! „Man könnte sich das Album anhören und darüber sinnieren, welche stilistische Schublade noch nie da gewesen ist. Um dann so zu tun, als hätte man was ganz Neues entdeckt“, sagt GFF-Sänger Tom. „Das wollen wir aber gar nicht. Es ist, was es ist – und das bleibt es auch: Punkrock, definitiv!“

Für die Aufnahmen von Ice On Fire reisten die Regensburger direkt ins Herz des gelobten Landes in Sachen Poppunk und Punkrock: nach Los Angeles/Kalifornien. „In den Validus Recording Studios hatten wir Ryan Greene an unserer Seite“, sagt Tom nicht ohne Stolz. „Für uns ist er DER Godfather des typischen Cali-Punkrock-Sounds der Neunzigerjahre.“ Der ehemalige Chef-Producer bei Epitaph und Fat Wreck und Ex-Partner von Fat Mike und Brett Gurewitz hatte nicht nur bei Großtaten von NOFX und Bad Religion seine Hände im Spiel, sondern arbeitete auch schon mit Mad Caddies, No Use For A Name oder Sick Of It All. Mit seiner Recording-Routine besorgte Ryan Greene Ice On Fire genau das, was GFF im Studio festhalten wollten: einen Sound von gestern, der heute nicht das Geringste von seiner Wucht, Transparenz und bodenständigen Härte eingebüßt hat und morgen noch Maßstäbe setzen dürfte. Zusammengezaubert von einem der profiliertesten Tonmagiere entlang der kalifornischen Küste.

Mit der maßgeschneiderten und ab dem ersten Ton umwerfenden Soundkulisse können GFF nur glücklich sein. Das gilt aber nicht für alle inhaltlichen Aspekte, die Ice On Fire prägen. „Dass wir nicht zufrieden sind, wie manche Dinge auf der Welt laufen, wird jeder Hörer schnell merken“, schätzt Rudee. „Hoffnung gepaart mit einem Schuss Zorn, das trifft die Stimmung des Albums ganz gut.“ Ein gutes Beispiel dafür gibt Soul Pictures, das sich „mit Situationen beschäftigt, die durch Verantwortungslosigkeit und Ignoranz der Menschen entstehen“, wie Textchef Tom erläutert. „Der Song handelt von der Hoffnungslosigkeit, die kurzzeitig hochkommt und sofort wieder unterdrückt wird“. Das gelingt GFF mit unbestechlichem Optimismus, einer haushohen Hookline, die den Himmel auf der guten Seite erhellt und mit einer schlauen Song-Statik, wie sie Green Day in ihren breitwandigen Punkrock-Epen perfektionierten. Im Vergleich dazu wirkt Keep The Lights On, das am Verlust einer nahestehenden Person knabbert, die man nicht loslassen kann, wie ein atemloser Mittelstreckensprint über 3 Minuten und 32 Sekunden. Mit der hektischen Schlagzahl von Me Fist And The Gimme Gimmes jagen GFF querfeldein durch sehnsüchtige Singalongs, bevor Tom in einem fast schwerelosen Finale plötzlich keinen Boden mehr unter den Füßen spürt: „As I look into the Sky/ Try not to say my last Goodbye/ I asked myself if you‘re doing well/ I will not turn off the Light.“ Der Song verblüfft mit einem Ende, auf das die wenigsten gewettet hätten. Eine Serie feiner Überraschungsmomente wie diesem machen deutlich: Auch wenn GFF mit Ice On Fire weder das Feuer noch das Eis neu erfinden wollen, lieben sie unerwartete Haken und Richtungswechsel. Mit schrägen Details sprengen sie immer wieder jene Fesseln, die manch eindimensionale Punkrockband eine Karriere lang durch berechenbare Alben mit sich herumschleppt. Bei My Land Of The Free sind GFF so frei und fegen mit jaulender Westerngitarre, einem Drumpattern, das um sich tritt wie ein Rodeo-Pferd und einer feurigen Western-Harp den letzten ausgedörrten Ballen Tumbleweed über die staubige Straße ins Nirgendwo. Passt alles in den Punkrock-Kontext, man muss sich nur trauen.

GFF gelingt das unverkrampfte Kunststück, sich treu zu bleiben, ohne dabei in der Tradi-tion der drei Akkorde zu erstarren. Ice On Fire guckt öfter nach rechts und links als nach hinten, die meiste Zeit richten GFF den Blick aber nach vorne. Was die Zukunft für GFF bereithält? Könnte spannend werden, ist aber gar nicht entscheidend. Diese Band ist 2013 aus vier Gründen noch da, die unabhängig von Verkaufszahlen oder der Frage Bestand haben, ob GFF vor 140 Leuten im Jugendzentrum spielt oder – wie 2007 – vor 14.000 im Vorprogramm von P!NK: aus Spaß an der Spielfreude, am Punk und Rock und Wahnsinn. „100.000 Shows haben wir bestimmt schon gespielt“, schätzt Rudee und fügt augenzwinkernd hinzu: „Zumindest gefühlt. Laut Liste waren es um die 700.“ Das ist mehr als genug für einen prallen Erfahrungsschatz, der vor euphorischen Erinnerungen, Bühnenschweiß und Backstage-Anekdoten trieft. Und genug, um eine Tanklasterfüllung Sprit in den Tourbus versenkt zu haben. „Zu den Gigs und zurück haben wir locker 230.000 Kilometern abgerissen, sprich: Mit GFF haben wir fast sechsmal die Erde umrundet“, hat Tom noch ein paar Zahlen für Statistiker und Routenplaner parat. GFF haben in 15 Bandjahren viel gesehen. Sattgesehen haben sie sich in der Welt des Punkrock’n’Roll längst noch nicht.

Wenn Ice On Fire einschlägt und GFF auf die nächsthöhere Ebene katapultiert, dann hat Rudi nicht mehr als zwei Wünsche auf einmal für ein entspanntes Tourleben: „Erstens einen Nightliner,“ zählt der Gitarrist lachend auf, „und zweitens ein paar Backliner“. Auf Eyeliner und alles andere, was das Gesicht, den geerdeten Charakter oder ihren Sound verändern würde, können die Regensburger gut verzichten. GFF bleiben sich lieber treu und weiterhin die ungeschminkte Punkrockband aus Regensburg, die einfach keinen schlechten Song zustande kriegt. Ice On Fire ist der flammende Beweis, der Harmonien und Härte zu einem kompakten Klumpen aus Herz und Hooks, Singalongs und Seele verschmelzen lässt. Feels like Punkrock Spirit!

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